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Zusammenfassung: Das Papier beschäftigt sich mit der Frage, ob Kosmopolitanismus weiterhin ein relevantes Konzept für Konfliktlösung und Friedensbildung ist. Zunächst werden drei häufige Kritiken am Kosmopolitanismus angesprochen, nämlich dass er eurozentrisch, elitär und hegemoniell ist. Das Papier kommt zu dem Schluss, dass diese Kritiken dazu tendieren, sich auf ein begrenztes liberales Verständnis des Kosmopolitanismus zu konzentrieren, das der Vielfalt des Konzepts nicht gerecht wird. Eine Neudefinition und Neuerzählung des Kosmopolitanismus aus einer postkolonialen Perspektive ist daher notwendig. Eine solche Definition kann nur eine offene minimalistische Definition sein, die Raum für Aneignung und Lokalisierung lässt. Diese neue, globale Perspektive auf Kosmopolitanismus wird dann vor dem Hintergrund der praktischen Konfliktlösung bewertet. Die Relevanz des Konzepts wird offensichtlich, wenn man die Präsenz des elitär-kosmopolitischen Denkens im Feld betrachtet.
Lena Merkle (Mon,) hat diese Frage untersucht.