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Die Banditenkrise in Nordnigeria wird mit schwerwiegenden Folgen für die menschliche Bevölkerung und Besiedlung in Verbindung gebracht. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Thema hat weitgehend versäumt, die Verbindung zwischen Banditentum und Bevölkerungsdynamik im Kontext von bedrohungsbedingter Migration, Vertreibung und Bindungs-Besiedlungsmustern in den Vordergrund zu stellen. Obwohl es vielfältige mediale und politikorientierte Einsichten hinsichtlich der Auswirkungen der Banditenkrise auf die sesshafte Bevölkerung gibt, sind die Lebensbedingungen von Personen, Haushalten und Gemeinschaften, die durch die Krise vertrieben oder verschiedenen Formen der Gefangenschaft ausgesetzt wurden, nahezu vollständig unerforscht geblieben. Anhand einer Kombination aus Primär- und Sekundärdaten untersucht dieser Beitrag die Dimension der in Gefangenschaft befindlichen Bevölkerung im Kontext der Banditenkrise in Nordnigeria. Er postuliert, dass die Banditenkrise unter anderem eine gefangene Bevölkerungsgruppe geschaffen hat, die in Nigerias zunehmenden un(ter)kontrollierten Räumen und dem Syndrom der Staatsfragilität komplexen, lebensbedrohlichen existenziellen Gefahren und Verwundbarkeiten ausgesetzt ist.
Okoli et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.
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