Patienten mit akutem MI ohne standardisierte modifizierbare kardiovaskuläre Risikofaktoren (SMuRFs) haben eine entgegen der Intuition schlechte Prognose, was eine Lücke in der aktuellen Risiko-stratifizierung und sekundären Prävention aufzeigt.
Standardisierte modifizierbare kardiovaskuläre Risikofaktoren (SMuRFs), wie Bluthochdruck, Diabetes, Dyslipidämie und aktueller Nikotinkonsum, stehen im Zusammenhang mit der Entstehung atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankungen, einschließlich akutem Myokardinfarkt (MI). Therapeutische Ansätze gegen SMuRFs sind daher wichtig für die primäre und sekundäre Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen. Bei Patienten mit akutem MI ist die Prognose jedoch entgegen der Intuition schlecht, wenn SMuRFs fehlen. Die wachsende Evidenz hat die Prävalenz, Pathophysiologie und Prognose von Patienten ohne SMuRFs bei akutem MI untersucht und mögliche zugrunde liegende Mechanismen vorgeschlagen. Dieser Übersichtsartikel fasst die klinischen Beweise und die Relevanz des Fehlens von SMuRFs bei akutem MI zusammen.
Saito et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.