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Hintergrund Die Opioid-Agonistenbehandlung (OAT) ist der Goldstandard für die Behandlung der Opioidabhängigkeit (OUD). Sie ist äußerst effektiv bei der Reduzierung der Gesamtmortalität und der durch Drogen verursachten Schäden. Die Verschreibung von OAT, insbesondere von Methadon, wird zunehmend komplexer, da die OUD-Bevölkerung in Schottland älter wird. Ältere Patienten, die vermehrt an Polypharmazie und Multimorbidität leiden, sind anfälliger für die mit der Methadonnutzung verbundene QTc-Intervallverlängerung. Daher ist die Einhaltung der ECG-Überwachungsrichtlinien für Patienten, die Methadon verschrieben bekommen, von entscheidender Bedeutung, obwohl Erkenntnisse aus Drogenhilfsdiensten auf eine suboptimale Compliance hinweisen. Die von der schottischen Regierung festgelegten Richtlinien für medizinisch unterstützte Behandlung befürworten Vereinbarungen zur gemeinsamen Versorgung und übertragen somit die Verantwortung für die Verschreibung von OAT auf die Primärversorgung. Das Verständnis der Umsetzung von ECG-Überwachungsrichtlinien in nicht spezialisierten Diensten ist entscheidend für die Entwicklung sicherer OAT-Dienste in der Primärversorgung. Ziel Dieses Audit bewertete die Einhaltung der NICE-Richtlinien für die ECG-Überwachung bei OUD-Patienten, die Methadon in einer schottischen Primärversorgungspraxis verschrieben bekommen haben. Methode Die Unterlagen von Patienten, die Methadon verschrieben bekommen haben, wurden mithilfe der NICE-Kriterien bewertet, um die Berechtigung zur ECG-Überwachung zu bestimmen. Die medizinischen Aufzeichnungen der berechtigten Patienten wurden überprüft, um vorherige ECG-Untersuchungen zu identifizieren. Ergebnisse Von 21 Patienten, die Methadon verschrieben bekamen, qualifizierten sich 16 für die ECG-Überwachung. Nur 25 % der berechtigten Patienten erhielten eine ECG-Überwachung gemäß den NICE-Richtlinien, was bedeutet, dass 75 % dies nicht taten. Fazit Diese Ergebnisse heben hervor, dass das Problem der geringen Compliance mit den ECG-Überwachungsrichtlinien nicht auf spezialisierte Dienste beschränkt ist, sondern auch die Primärversorgung betrifft. Eine weitere Untersuchung der Barrieren bei der Umsetzung der Richtlinien ist unerlässlich. Möglicherweise werden mehr Ressourcen benötigt, um OAT-Dienste in die Primärversorgung zu integrieren, die erhöhte Verantwortlichkeiten übernommen hat, ohne entsprechende Investitionen vorzunehmen.
Robinson et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.