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Zusammenfassung Politische Polarisierung ist zu einem wachsenden Anliegen in demokratischen Gesellschaften geworden, da sie Stammesausrichtungen antreibt und die bürgerschaftliche Diskussion unter den Bürgern untergräbt. Angesichts ihrer Verbreitung in verschiedenen Ländern hat die bisherige Forschung versucht zu verstehen, unter welchen Bedingungen Menschen dazu neigen, extreme Meinungen zu vertreten. In polarisierten Kontexten übernehmen die Bürger jedoch nicht nur extremere Ansichten, sondern korrelieren auch über Themen, die a priori scheinbar unzusammenhängend sind. Dieses Phänomen, bekannt als „ideologische Sortierung“, hat in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit erhalten, jedoch bleiben die mikroökonomischen Mechanismen, die ihr Auftreten bedingen, schlecht verstanden. Hier untersuchen wir die Bedingungen, unter denen ein soziales dynamisches System voraussichtlich ideologisch sortiert wird, als Funktion der Interaktionsmechanismen zwischen seinen Individuen. Zu diesem Zweck haben wir ein multidimensionales agentenbasiertes Modell entwickelt und analysiert, das zwei Mechanismen beinhaltet: Homophilie (bei der Menschen dazu neigen, mit Personen interagieren, die ähnliche Meinungen vertreten) und paarweise Kohärenz-Favoritismus (bei der Menschen dazu neigen, mit Gruppen zu interagieren, die politisch kohärente Meinungen vertreten). Wir haben die Mastergleichungen des Modells numerisch integriert, die die Dynamik des Systems perfekt beschreiben, und fanden heraus, dass ideologische Sortierung nur in Modellen auftritt, die paarweise Kohärenz-Favoritismus einschließen. Wir haben dann die Ergebnisse des Modells mit empirischen Daten von 24.035 Meinungen über 67 Themen verglichen und festgestellt, dass paarweise Kohärenz-Favoritismus signifikant in Datensätzen vorhanden ist, die politische Einstellungen messen, jedoch in Themen, die nicht als politisch relevant betrachtet werden, fehlt. Insgesamt kombiniert diese Arbeit theoretische Ansätze aus der Systemdynamik mit modellbasierten Analysen empirischer Daten, um einen potenziellen Mechanismus zu enthüllen, der der Überallverbreitung ideologischer Sortierung zugrunde liegt.
Zimmerman et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.
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