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Pflanzenproduzierte flüchtige Verbindungen spielen eine entscheidende Rolle als Mediatoren in komplexen Interaktionen zwischen Insekten und Pflanzen. Trotz der weit verbreiteten Anerkennung, dass diese Verbindungen als Hinweise für herbivore Insekten dienen, um ihre bevorzugten Wirtspflanzen zu lokalisieren, sind ihre Auswirkungen auf das Paarungsverhalten von Insekten weniger gut verstanden. Hier zeigen wir, dass männliche orientalische Obstfliegen (Bactrocera dorsalis) stark von der flüchtigen Verbindung methyl eugenol (ME) der Wirtspflanze angezogen werden, die die Attraktivität männlicher Leks für Weibchen erhöht. Um die molekularen Grundlagen dieses Phänomens zu erhellen, identifizieren wir den olfaktorischen Rezeptor BdorOR94b1, der für die Detektion von ME verantwortlich ist. Die genetische Störung von BdorOR94b1 führt zu einer vollständigen Aufhebung sowohl der physiologischen als auch der Verhaltensreaktionen auf ME. Darüber hinaus bestätigen wir, dass männliche Fliegen ME durch Verdauung in (E)-Coniferylalkohol umwandeln, eine Verbindung, die die Attraktivität ihrer Leks für Weibchen erhöht. Diese erhöhte Attraktivität ermöglicht es den Weibchen, optimale Partner auszuwählen und somit ihren Fortpflanzungserfolg zu steigern. Die Beeinträchtigung der ME-Detektion verringert signifikant den Paarungsvorteil innerhalb der Leks, da die Männchen nicht in der Lage sind, ME effektiv zu lokalisieren und zu nutzen. Unsere Ergebnisse enthüllen einen neuartigen Mechanismus, durch den pflanzliche flüchtige Verbindungen das Paarungsverhalten der wirtschaftlich wichtigen orientalischen Obstfliegen regulieren, und bieten neue Einblicke in die allgemeine Ökologie der Insekten-Pflanzen-Interaktionen.
Zhang et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.