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Hintergrund: Posturalinstabilität und Gangstörungen (PIGD) stellen eine bedeutende Ursache für Behinderungen bei der Parkinsonkrankheit (PD) dar. Eine Dysfunktion des cholinergen Systems wurde mit Stürzen bei PD in Verbindung gebracht. Das Auftreten von Stürzen führt typischerweise zu Angst vor dem Stürzen (FoF), die wiederum zu einer schlechteren Selbstwirksamkeit im Gleichgewicht führen kann. Selbstwirksamkeit im Gleichgewicht bezieht sich auf das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, das Gleichgewicht zu halten, während alltägliche Aktivitäten wie Ankleiden, Baden und Gehen ausgeführt werden. Eine geringere Selbstwirksamkeit oder größere FoF während dieser Aktivitäten ist das Resultat motorischer, kognitiver und emotionaler Beeinträchtigungen und kann die Lebensqualität bei PD beeinträchtigen. Im Gegensatz zur bekannten cholinergen Reduktion, insbesondere in den rechten lateralen Geniculaten und den Schwanzkernen, ist wenig über die Rolle cholinergischer Transporter bei FoF oder der Selbstwirksamkeit in Bezug auf die Mobilität bei PD bekannt. Methoden: 18Ffluoroethoxybenzovesamicol (18FFEOBV) Positronen-Emissions-Tomographie (PET) Studien wurden durchgeführt, um die Expression des vesikulären Acetylcholintransporters (VAChT) bei 126 Patienten mit PD (männlich (m) = 95, weiblich (f) = 31) zu bewerten. Die Teilnehmer hatten ein Durchschnittsalter von 67,3 Jahren (Standardabweichung (SD) = 7,1) und einen medianen Hoehn-Yahr-Grad von 2,5. Die Patienten füllten außerdem die Short Falls Efficacy Scale (sFES-I) als Umfragemaß für Bedenken hinsichtlich des Sturzrisikos aus. Die 18FFEOBV-Daten wurden in Statistical Parametric Mapping (SPM) verarbeitet, indem ein voxelloses Regressionsmodell mit sFES-I-Werten als Ergebnismaß verwendet wurde. Ergebnisse: Reduziertes 18FFEOBV-Binden im Tectum, metathalamischen (lateral mehr als medialen Geniculaten), im Thalamus selbst, bilateral im mesiotemporalen (Hippocampus, parahippocampale, fusiforme Gyri und Fimbriae) und im rechten Kleinhirn-Lobus VI war signifikant mit höheren sFES-I-Werten assoziiert (p < 0,05, family-wise error (FWE) Korrektur nach Threshold-Free Cluster Enhancement (TFCE)). Schlussfolgerungen: Im Gegensatz zur stärker begrenzten Beteiligung des Hirnstamm-thalamischen Komplexes und der Schwanzkerne, deren cholinerge Topografie mit Stürzen bei PD assoziiert ist, sind cholinerge Reduktionen in der erweiterten Konnektivität zwischen dem thalamischen Komplex und dem temporalen limbischen System über die Fimbriae mit FoF assoziiert. Weitere cholinerge Veränderungen wurden im Kleinhirn beobachtet. Das temporale limbische System spielt eine Rolle nicht nur im episodischen Gedächtnis, sondern auch in der räumlichen Navigation, der Verarbeitung von Szenen und Kontexten (z. B. emotional). Die Ergebnisse könnten neue therapeutische Ansätze zur Behandlung der verringerten Selbstwirksamkeit in Bezug auf die Mobilität bei PD vorhersagen. Klinische Studienregistrierung: Nein: NCT02458430. Registriert am 18. März 2015, https://www.clinicaltrials.gov/study/NCT02458430; Nein: NCT05459753. Registriert am 01. Juli 2022, https://www.clinicaltrials.gov/study/NCT05459753.
Barr et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.