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Fenster stellen eine potenzielle Schwachstelle von Gebäuden während externer Brandexpositionen dar, wie sie bei Bränden an der Schnittstelle zwischen Wildland und Urbanem (WUI) oder bei Bränden benachbarter Gebäude in Wohngebieten auftreten können. Das Versagen von Fenstern schafft einen Zugang für Glut, Flammen und heiße Gase, die in ein Gebäude eindringen und brennbare Materialien im Inneren entzünden können. Es besteht die Notwendigkeit, das Versagen verschiedener Arten von Mehrscheibenfenstern während Expositionen zu untersuchen, die jenen ähnlich sind, die bei Gebäuden auftreten, die unmittelbar an eine brennende Struktur angrenzen. Acht Experimente wurden mit 16 Fensterscheibenbaugruppen durchgeführt, die an einer Ziel-Fassade angebracht waren, die vor einem Abteilungsfeuer platziert wurde, das einen Flashover erlebte. Doppelverglasungen mit beiden Scheiben aus normalem (glasiertem) Glas, beiden Scheiben aus gehärtetem Glas sowie einer normalen und einer gehärteten Scheibe wurden untersucht. Fensterscheibenbaugruppen mit einer feuerseitigen normalen Glasscheibe und einer rückseitigen gehärteten Glasscheibe schnitten deutlich besser ab als Baugruppen mit umgekehrter Anordnung. Die Wärmelast (Wärmefluss, integriert über die Zeit) zum Zeitpunkt des vollständigen Versagens (beide Scheiben rissig) lag typischerweise zwischen 2,5 MJ/m2 und 10,0 MJ/m2 für Fensterscheibenbaugruppen mit einer normalen Glasscheibe auf der Rückseite und zwischen 9,0 MJ/m2 und 17,5 MJ/m2 für solche mit einer gehärteten Glasscheibe auf der Rückseite. Der gesamte Wärmefluss, der hinter den Scheibenbaugruppen gemessen wurde, überstieg kritische Werte für die nicht-pilotierte Zündung gängiger Haushaltsmaterialien, selbst bevor ein vollständiges Versagen eintrat. Die Ergebnisse dieser Studie können genutzt werden, um Bauvorschriften und Richtlinien für Hauseigentümer in Bezug auf die Installation von gehärteten Fensterscheiben in Bereichen, die anfällig für WUI-Feuergefahren sind, zu informieren.
Willi et al. (Fri.) haben diese Frage untersucht.