Trotz der Fülle akademischer Literatur zu den jeweiligen religiösen Themen und Anspielungen in The Outsider (1942) und The Unnamable (1953) werden Analysen der funktionalen Rolle, die diese Werke bei der Entmystifizierung des Ansehens religiöser Dogmen spielen, selten ausführlich behandelt oder mit genügendem Augenmerk auf den Leser betont. Diese Studie untersucht die Wege, auf denen diese Texte christliche Dogmen mittels Fragen und Befragung herausfordern. Unter Berücksichtigung dessen nutze ich dann Roland Barthes’ theoretische Einsichten zur Ablehnung definitiver Bedeutungen in literarischen Werken, um zu argumentieren, dass die skeptischen Befragungen christlicher Dogmen in den Romanen nicht nur dessen Prinzipien verurteilen, sondern stattdessen als Förderung eines generativen Agnostizismus verstanden werden können. Dabei präsentiert diese Studie ein breiteres Argument über das funktionale Potenzial der Literatur als Katalysator zur Förderung der Entwicklung des kritischen Bewusstseins des Lesers und zur Unterstützung einer Weltanschauung, die sich desjenigen bewusst ist, was über die Grenzen religiösen Dogmatismus hinaus existiert. Ich komme zu dem Schluss, dass The Outsider und The Unnamable weder religionslos noch antichristlich sind, sondern stattdessen einem postchristlichen Literaturkanon angehören.
Nel Roden (Di.) untersuchte diese Frage.
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