Hintergrund: Das Management des Normaldruckhydrocephalus (NPH) kann durch die Progression zugrunde liegender neurologischer Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson kompliziert sein. Ziel dieser Studie war es, die langfristige Reaktionsfähigkeit des Shuntings auf Gangstörungen bei Patienten mit neurodegenerativem NPH zu untersuchen, einer Unterform des NPH, die bei Patienten mit einer anderen neurodegenerativen Erkrankung auftritt, da die Dauer der symptomatischen Verbesserung durch Shunting in dieser Population unklar ist. Methoden: Eine retrospektive Überprüfung der Krankenakten von Patienten, die am Adult Hydrocephalus Center am Allegheny General Hospital auf NPH untersucht wurden, wurde durchgeführt. Zeitmessungen bei zwei Gangmaßnahmen, dem zeitlich gesteuerten Gehen und dem zeitlich gesteuerten Aufstehen und Gehen, wurden während eines 2-tägigen ambulanten Lumbalpunktionstags und bei der Nachuntersuchung nach Shuntplatzierung erfasst. Verbesserungen gegenüber der Ausgangsbasis wurden bei jeder Nachuntersuchung berechnet und über die Jahre nach der Shuntoperation analysiert. Mögliche Folgen von VPS wie subdurale Hämatome und Infektionen während des Studienzeitraums wurden erfasst. Ergebnisse: Die Patienten erfuhren innerhalb der ersten 6 Monate nach der Operation statistisch und klinisch signifikante Verbesserungen des Gangs. Am Ende des ersten Jahres nach der Operation wurden keine signifikanten Reduzierungen der Gangzeiten im verbleibenden Studienzeitraum festgestellt. Schlussfolgerung: Während VPS eine begrenzte Zeit der Verbesserung des Gangs bieten kann, wurde nicht gezeigt, dass Shunting einen anhaltenden Nutzen bei Patienten mit zugrunde liegender progressiver neurodegenerativer Erkrankung bieten kann. Shunting zur Linderung von Gangsymptomen sollte im Einzelfall mit den Patienten und deren Familien in Übereinstimmung mit den Pflegezielen in Betracht gezogen werden.
Richman et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.