Längsschnitt-Kohortenstudie. Untersuchung der Faktoren, die mit der Entwicklung chronischer Schmerzen (CP) nach Wirbelfrakturen (VF) assoziiert sind. Die Faktoren, die zur Entwicklung von CP nach VFs beitragen, sind nicht gut charakterisiert. Hospitalisierte Patienten mit akuten VFs wurden hinsichtlich der Wirbelform und der paravertebralen Muskeln beurteilt. Zwei Wochen nach der Aufnahme wurden die Patienten hinsichtlich Schmerzintensität (unter Verwendung der Verbalen Bewertungsskala VRS), Schmerzempfindlichkeit (Druckschmerzschwelle PPT und bedingte Schmerzmodulation), psychologischen Faktoren, körperlicher Funktion und Aktivitätsniveau bewertet. Nach 12 Wochen wurden die Patienten basierend auf den VRS-Werten in CP- und Nicht-CP-(NCP)-Gruppen eingeteilt. Gruppenvergleiche und logistische Regressionsanalysen wurden durchgeführt, um Prädiktoren für die Entwicklung von CP zu identifizieren. Die CP-Gruppe wies signifikant niedrigere entfernte PPT und reduzierte Zeiten für körperliche Aktivität mit geringer Intensität auf, jedoch höhere Werte für die Schmerzkatastrophisierungsskala und verlängerte Ergebnisse im 5-mal-aufstehen-Test (5SST) im Vergleich zur NCP-Gruppe. Die logistische Regression identifizierte den verlängerten 5SST und reduzierte körperliche Aktivität mit geringer Intensität als unabhängige Prädiktoren für die CP-Entwicklung. Ein verlängerter 5SST und reduzierte körperliche Aktivität mit geringer Intensität könnten die Entwicklung von CP nach VFs vorhersagen. Eine frühe Beurteilung dieser Faktoren könnte das Screening für CP-Risiken bei hospitalisierten Patienten mit VFs erleichtern.
Kondo et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.
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