Einführung: Zuverlässige epidemiologische Daten sind entscheidend, um evidenzbasierte Entscheidungen über die psychische Gesundheit von Jugendlichen zu treffen. Dennoch ist wenig über die Epidemiologie der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Subsahara-Afrika bekannt. Wir führten eine systematische Überprüfung und Metaanalyse zur Prävalenz von psychischen Störungen, suizidalen Verhaltensweisen, psychischem Wohlbefinden und psychischer Gesundheitsbildung/-kompetenz bei Kindern und Jugendlichen in Südafrika (SA) durch. Methoden: Wir Durchsuchten PubMed, PsycINFO, Web of Science, Scielo.org und Google Scholar bis zum 19. Februar 2025. Wir führten eine Metaanalyse mit zufälligen Effekten für alle Störungen durch, für die 5 oder mehr Prävalenzschätzungen vorlagen. Meta-Regressionsanalysen wurden verwendet, um Faktoren zu untersuchen, die mit den Prävalenzschätzungen verbunden sind. Ergebnisse: Wir prüften 12.768 Datensätze und identifizierten 40 Studien mit 56 Prävalenzschätzungen für psychische Störungen und 30 Prävalenzschätzungen für Suizidalität. Über alle Studien zu psychischen Störungen hinweg betrug die gepoolte Prävalenz für alle Störungen 8,53% (k=56, N=39.962), mit signifikanter Heterogenität (I²=99,0%, Q (55) = 5467,0, p<.001). Die gepoolten Prävalenzschätzungen für depressive Störungen, Angststörungen, PTSD und Verhaltensstörungen lagen bei 10,1%, 6,7%, 17,6% und 3,9% respektiv. Alle anderen Störungen hatten 5 oder weniger Prävalenzschätzungen. Die gepoolten Prävalenzschätzungen für suizidale Gedanken, Pläne und Versuche lagen bei 12,0% (k=10, N=41.489), 11,8% (k=8, N=39.928) und 10,3% (k=9, N=40.294), respektiv. Keine Arbeiten berichteten über psychisches Wohlbefinden, Lebensqualität, psychische Gesundheitsbildung, Bewusstsein für psychische Gesundheit oder kognitive Beeinträchtigung. Es ist aufgrund der geringen Anzahl von Studien, des engen Fokus auf wenige Störungen und der Heterogenität nicht möglich, die psychische Gesundheit von Jugendlichen in SA zuverlässig zu bewerten. Schlussfolgerung: Es besteht ein klarer Bedarf an einer zuverlässigen nationalen Umfrage zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in SA, unter Verwendung gut validierter Instrumente, die eine breite Palette von Störungen und psychischem Wohlbefinden unter einer repräsentativen Stichprobe von jungen Menschen bewerten können.
Bantjes et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.