Das Geschlechterverhältnis in Friedensmissionen ist entscheidend für einen nachhaltigen Frieden und internationale Sicherheit. Frauen und Kinder sind am stärksten von Konflikten betroffen, sie erleiden Vertreibung, sexuelle und geschlechtsbasierte Gewalt und haben begrenzten oder keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung. Dennoch sind Frauen in Friedensmissionen unterrepräsentiert und nehmen nur einen kleinen Prozentsatz an militärischen, polizeilichen und leitenden Positionen ein. Dieses Ungleichgewicht beeinträchtigt die Friedenssicherungsbemühungen. Studien und die Erfahrungen von Frauengruppen zeigen, dass die Beteiligung von Frauen die Informationsbeschaffung verbessert, das Engagement und das Vertrauen der einheimischen Bevölkerung in die UN-Friedensoperationen erhöht und zu nachhaltigeren Friedensvereinbarungen beiträgt. Trotz alledem schränken strukturelle Unterrepräsentation, kulturelle Stereotype, unzureichende Einrichtungen und begrenzte Möglichkeiten weiterhin die Rolle der Frauen in der Friedenssicherung ein. Frauen in Friedensmissionen einzubeziehen, ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch eine strategische Notwendigkeit. Geleitet von der Agenda für Frauen, Frieden und Sicherheit (WPS) und der UN-Sicherheitsratsresolution 1325 wird betont, dass inklusive Friedenssicherung das Vertrauen zwischen UN-Friedenssicherern und lokalen Gemeinschaften aufbaut, Zivilisten schützt, bei der Umsetzung von UN-Mandaten hilft und den Wiederaufbau nach Konflikten unterstützt.
Amna Latif (Mon.) hat diese Frage untersucht.