Hintergrund: Antimikrobielle Resistenzen (AMR) bei Acinetobacter spp., Pseudomonas spp. und Stenotrophomonas maltophilia stellen ein erhebliches Risiko bei gesundheitsassoziierten Infektionen dar. Eine kontinuierliche Überwachung mithilfe quantitativer Metriken ist notwendig, um die empirische Behandlung zu leiten. Methoden: Wir führten eine retrospektive Beobachtungsstudie am Fundeni Clinical Institute in Bukarest, Rumänien, durch und analysierten Antibiogrammdaten von Januar 2021 bis Dezember 2024. Über 200.000 mikrobiologische Aufzeichnungen wurden gesichtet, und 1189 Isolate der drei gezielten Erreger wurden eingeschlossen. Der Multiple Antibiotic Resistance Index (MARI) wurde angewendet, um den Selektionsdruck über Jahre, Krankenhausabteilungen, Probenarten und Krankenhauskategorien zu bewerten. Ergebnisse: Acinetobacter baumannii und Pseudomonas aeruginosa zeigten die höchsten Resistenzen, mit medianen MARI-Werten von über 0,25 im Jahr 2024, insbesondere in Intensiv- und Transplantationseinheiten. Im Gegensatz dazu wies S. maltophilia insgesamt niedrigere MARI-Werte auf, obwohl die Variabilität der Resistenzen im Jahr 2024 anstieg (Extremwerte von bis zu 0,30). Bemerkenswert ist der Anstieg der Resistenz gegen Carbapeneme bei Acinetobacter spp. im Jahr 2024, während Pseudomonas spp. einen positiven Trend mit abnehmenden Resistenzen gegenüber mehreren β-Lactamen zeigte. Fazit: Unsere Ergebnisse verdeutlichen signifikante interspezifische Unterschiede in den AMR-Dynamiken und heben die Nützlichkeit des MARI als wertvollen operativen Indikator hervor. Eine fortlaufende lokale Überwachung ist erforderlich, um die empirischen Behandlungsprotokolle zu verfeinern und die antimikrobielle Steuerung in rumänischen Krankenhäusern zu unterstützen.
Apetroaei et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.
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