Hintergrund: Ziel dieser Arbeit ist es, das Management der umgekehrten Descemet-Membran-Endothel-Keratoplastik (DMEK) mit intraoperativer optischer Kohärenztomographie (iOCT) darzustellen. Methoden: Wir berichten über den Fall einer 74-jährigen Frau, die sich einer DMEK aufgrund einer Fuchs-Endothel-Kornealdystrophie (FECD) des rechten Auges unterzogen hat. Die präoperative korrigierte Abstand-Sehschärfe (CDVA) betrug 20/1500 (Finger zählen CF), und die zentrale Hornhautdicke (CCT) lag bei 637 μm. Es wurden keine Graftmarkierungen vorgenommen. Die Positionierung des Grafts wurde mithilfe der iOCT bestimmt. Eine falsche Graft-Position wurde vermutet, da keine postoperativen anatomischen und funktionellen Verbesserungen zu beobachten waren. Die zu diesem Zeitpunkt festgestellte CDVA betrug 20/1500 (CF), und die CCT war 708 μm. Der Graft wurde anschließend repositioniert. Dieser Eingriff wurde 33 Tage nach der primären Operation durchgeführt. Ergebnisse: Die zentrale Hornhautdicke und CDVA betrugen 495 μm bzw. 20/40 sc bei der abschließenden 18-monatigen Nachuntersuchung. Schlussfolgerungen: Eine falsche Positionierung des transplantierten Hornhautgrafts sollte in Betracht gezogen werden, wenn nach DMEK keine Verbesserung zu beobachten ist. Die Lernkurve beeinflusst die Häufigkeit dieser Komplikationen erheblich. Die Repositionierung des Grafts, selbst 33 Tage nach der Operation, ist mit einer günstigen Prognose verbunden.
Bonińska et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.