Allgemeiner Hintergrund: Ölexportierende Volkswirtschaften sind stark anfällig für Schwankungen der globalen Rohölpreise, wobei die fiskalische Stabilität eng mit den externen Marktdynamiken verbunden ist. Spezifischer Hintergrund: Der Irak veranschaulicht diese Verletzlichkeit aufgrund seiner Rentierstruktur, in der über 90 % der Staatseinnahmen aus Ölexporten stammen, was den nationalen Haushalt besonders empfindlich gegenüber Schocks macht. Wissenslücke: Während die Volatilität der Ölpreise weitgehend untersucht wird, gibt es nur begrenzte Forschung, die die asymmetrische Übertragung dieser Schocks durch Einnahmen, Ausgaben und Defizite im fiskalischen Rahmen des Irak nach 2003 empirisch untersucht hat. Ziele: Diese Studie untersucht die dynamische Beziehung zwischen Rohölpreisschocks und dem nationalen Budget des Iraks von 2004 bis 2020 und bewertet sowohl kurz- als auch langfristige Auswirkungen. Ergebnisse: Mit dem ARDL-Ansatz unter Verwendung von Daten der Weltbank, OPEC und des irakischen Finanzministeriums zeigen die Ergebnisse eine starke Kointegration und unidirektionale Kausalität von den Ölpreisen zu den Einnahmen und Ausgaben, sowie eine destabilisierende Rückkopplung zwischen Ausgaben und Defiziten. Fiskale Ergebnisse zeigen prozyklische Ausgaben, schnelle Anpassungsraten und eine erhöhte Verwundbarkeit während Krisen wie dem Finanzrückgang 2008, dem Ölschock 2014–2015 und der COVID-19-Pandemie. Neuheit: Dies ist die erste umfassende ökonometrische Analyse, die die fiskalische Leistung des Iraks mit der Ölpreisvolatilität nach 2003 verknüpft. Implikationen: Die Ergebnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit struktureller Reformen, Diversifizierungspolitiken und internationaler finanzieller Unterstützung zur Minderung der fiskalischen Verletzlichkeit in ressourcenabhängigen Staaten. Hervorhebung: Die Forschung analysiert die Sensitivität des Haushalts des Iraks gegenüber globalen Ölpreisschwankungen. Die Ergebnisse bestätigen die starke Abhängigkeit von Einnahmen und Ausgaben vom Öleinkommen. Die Studie schlägt Diversifizierungspolitiken vor, um die fiskalische Leistung zu stabilisieren. Schlüsselwörter: Rohölpreisschocks, fiskalische Verwundbarkeit, nationales Budget, Irak, ARDL-Modell.
Saud et al. (Do,) untersuchten diese Frage.
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