Skaldegedichte, die die Wikingerleistungen ihrer Helden feiern, haben seit langem die Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern auf sich gezogen, insbesondere jener, die Studien zu skandinavischer Aktivität in der Region der Britischen Inseln im späten 10. und frühen 11. Jahrhundert durchgeführt haben. Gedichte wie Hallfred Óttarssons Óláfsdrápa, Sigvat Þórðarsons Víkingarvísur und Óttar svartis Hǫfuðlausn wurden auch als Zeugnisse eines besonderen Gedächtnisses an die Wikingervergangenheit betrachtet, das diese Dichter nutzten, um ihre Werke als zentral für die Schaffung einer Machtideologie anerkannt zu bekommen. Der hier vorgestellte Artikel bietet eine leicht andere Perspektive auf Gedichte, die die Wikingerleistungen skandinavischer Herrscher feiern. Darin versucht der Autor zu zeigen, dass die referenzierten Gedichte nicht nur dazu dienten, die kriegerischen Leistungen ihrer Helden zu ehren, sondern vor allem ihre herrscherlichen Qualitäten zu betonen. Dies wurde unter anderem dadurch erreicht, dass die Opfer von Wikingerangriffen als Rebellen und Schurken dargestellt wurden, die der Herrscher zähmte, indem er sie zu Recht für ihre Verfehlungen bestrafte und so seine Machtanerkennung erzwang.
Jakub Morawiec (Mon,) untersuchte diese Frage.
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