Vorhofflimmern (AF) und chronische Nierenerkrankung (CKD) sind häufige und miteinander verbundene Krankheiten, deren Kombination mit einer schlechten Prognose verbunden ist. Die Wirksamkeit und Sicherheit von direkten oralen Antikoagulanzien (DOAKs), die zur Prävention thromboembolischer Komplikationen bei AF eingesetzt werden, kann von der Nierenfunktion abhängen, aufgrund der spezifischen Pharmakokinetik dieser Medikamente. Diese Übersichtsarbeit berücksichtigt aktuelle Daten zur Rolle der Nieren bei der Entstehung ischämischer und blutender Ereignisse, Methoden zur Beurteilung der Nierenfunktion und damit verbundene Klassifikationsprobleme sowie den Vergleich von Warfarin und DOAK-Therapie, bei Patienten mit AF und Nierenfunktionsstörung unterschiedlichen Schweregrads basierend auf den Ergebnissen randomisierter kontrollierter Studien und der tatsächlichen klinischen Praxis. Der Einsatz von DOAKs im Kontext einer dynamischen Verschlechterung der Nierenfunktion, supranormaler Nierenfunktion und deren Auswirkungen auf Nierenresultate wird diskutiert. Internationale Leitlinien zur Antikoagulationstherapie bei AF und Nierenfunktionsstörung wurden analysiert.
Kobalaava et al. (2020) haben diese Frage untersucht.
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