Mit dem Fall der kommunistischen Diktatur begann Albanien, wie alle anderen Länder Südosteuropas, seinen Weg zur Verwirklichung des Traums, eine demokratische Gesellschaft zu schaffen und die Marktwirtschaft zu fördern. Die Erfüllung dieses Ziels während der Transition sollte durch einen radikalen verfassungs- und gesetzesmäßigen Prozess verwirklicht werden, dessen Hauptziel, neben anderen, die Reform des Eigentumssystems und das Entstehen von Privatbesitzrechten war. Daher wurden, um dieses Ziel zu erreichen, basierend auf den Prinzipien und Werten des neuen demokratischen Staates, eine Reihe von Rechtsreformen im Bereich der Landprivatisierung, des Wohnens und der Privatisierung staatlicher Vermögenswerte durchgeführt. Doch seit der Entstehung der Demokratie haben bestimmte Personen, um den Wohnbedarf zu decken, in wichtigen öffentlichen und privaten urbanen Zentren des Landes und sogar auf öffentlichen und privaten Ländereien Bauwerke ohne die Genehmigung der öffentlichen Behörden errichtet. Das Aufkommen und die Verbreitung dieses Phänomens griffen nicht nur direkt die rechtlichen und institutionellen Instrumente an, die zum Schutz des Privatbesitzes vorgesehen waren, sondern beeinträchtigten auch schwerwiegend die beiden Elemente, die der Demokratie zugrunde liegen, den Rechtsstaat und den Privatbesitz. Angesichts der Tatsache, dass eine erhebliche Anzahl informeller Siedlungen auf privatem Land errichtet wurde, stellte sich den staatlichen Behörden ein großes Dilemma: Ist der Staat berechtigt, in das Recht auf Privatbesitz der rechtmäßigen Eigentümer zugunsten einer bestimmten Kategorie von Personen als Inhabern informeller Siedlungen einzugreifen? Folglich, ist die Legalisierung informeller Siedlungen auf privatem Land gerechtfertigt? Diese Arbeit zielt darauf ab, Antworten auf diese Fragen durch eine gründliche Analyse der grundlegenden Rechtsdokumente des internationalen Rechts und basierend auf der Rechtsprechung des EGMR zu geben.
Bledar Abdurrahmani (Sat,) untersuchte diese Frage.