Key points are not available for this paper at this time.
Zusammenfassung Die Konzeptualisierung von Gentrifizierung und deren Beziehung zur Verdrängung bleibt innerhalb der Stadtforschung stark umstritten, was sich auch in divergierenden methodologischen Ansätzen widerspiegelt. Während es integrierte Methodologien gibt, die Maßnahmen für beide Phänomene kombinieren und es ermöglichen, den Einfluss von Gentrifizierung auf das Ausmaß der Verdrängung zu schätzen, mangelt es an quantitativen Ansätzen, die aufzeigen können, wie Nachbarschaftsaufrüstung spezifisch mit individueller Verdrängung verbunden ist. Dieser Artikel adressiert diese Lücke, indem er ein sequenzielles Forschungsdesign vorstellt, das die räumliche Analyse von sozioökonomischen und immobilienwirtschaftlichen Aufrüstungsprozessen auf Nachbarschaftsebene mit einer auf Umfragen basierenden Analyse der Verdrängung kombiniert. Die Kombination aus räumlicher Analyse und maßgeschneiderter Primärerhebung ermöglicht es uns, die Faktoren hinter der Verdrängung auf individueller Ebene präzise zu bestimmen und zwischen verschiedenen Formen der (gentrifizierungsbedingten) Verdrängung in systematisch ausgewählten Nachbarschaften zu unterscheiden. Diese Verdrängungsprozesse können im Kontext differenzierter Aufrüstungsmuster auf Nachbarschaftsebene eingeordnet werden. So überbrückt der Ansatz die Lücke zwischen relevanten Dimensionen und Skalen der Gentrifizierung und trägt dazu bei, deren wesentliche Beziehung zu klären. Die Methodologie wird am Beispiel der Stadt Nürnberg, Deutschland, veranschaulicht. Die Verdrängungsumfrage wurde in drei Fallstudien-Nachbarschaften durchgeführt, die durch eine systematische, datengestützte Auswahlstrategie identifiziert wurden.
Sascha Münch (Fri,) untersuchte diese Frage.