Eine wesentliche Herausforderung in der Biologie der Drosophila-Centriolen ist ihre kleine Größe. Fortschrittliche Superauflösungstechniken haben wertvolle Einblicke geliefert, erfordern jedoch spezialisierte Geräte und können in Geweben schwer umsetzbar sein. Die Expansionsmikroskopie (ExM) bietet eine zugängliche Alternative, ihre Anwendung in der Drosophila-Centriolforschung war jedoch bisher spärlich. Wir stellen ein ExM-Protokoll für kultivierte S2-Zellen und Fliegengewebe zur Verfügung, das neue Einblicke in die Pro-Centriol-Biologie enthüllt hat. In S2-Zellen dokumentieren wir eine Überverdopplung in Form der klassischen "Rosetten", während wir in Spermatiden eine unerwartete Bewegung der pro-Centriol-ähnlichen Struktur (PCL) entdecken. ExM hat auch bestehende molekulare Modelle verfeinert. In S2-Zellen dokumentieren wir das distale Spitzenprotein Cep97 als Ring, was seine Rolle beim Kappen des wachsenden Centriols verdeutlicht. In Spermatiden haben wir das innere Kernmembranprotein Spag4 und das zytoplasmatische Protein Yuri räumlich segregiert, was zu der neuen Hypothese führte, dass sie unabhängige Rollen am Kontaktpunkt zwischen Centriol und Kern spielen. Schließlich zeigen wir, dass unser ExM-Protokoll ein Hypothesen-Generator und Entdeckungsinstrument ist, das über Drosophila-Centriolen hinaus anwendbar ist, indem wir synaptonemale Komplexe im Plodia interpunctella-Motten abbilden.
Burns et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.
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