Key points are not available for this paper at this time.
Wenn das vorherrschende System der Governance den Planeten in gegenseitig ausschließende territoriale Monopole der Gewalt aufteilt, welche Institutionen können das Internet mit seinem transnationalen Umfang, seiner grenzenlosen Skalierung und der verteilten Kontrolle regieren? Angesichts der zensierenden Filterung durch Staaten und Bedenken hinsichtlich der nationalen Cyber-Sicherheit wird oft angenommen, dass das Internet unvermeidlich dem traditionellen System der Nationalstaaten untergeordnet wird. In "Netzwerke und Staaten" widerspricht Milton Mueller dem und zeigt, wie die Internet-Governance neuartige und faszinierende Governance-Probleme aufwirft, die eine globale Politik und neue transnationale Institutionen hervorrufen. Auf der Grundlage von Theorien der vernetzten Governance gibt Mueller einen breiten Überblick über die Internet-Governance von der Gründung von ICANN bis zum Konflikt beim Weltgipfel über die Informationsgesellschaft (WSIS), der Gründung des Internet Governance Forum, dem globalen Angriff auf Peer-to-Peer-Dateiübertragungen und dem Aufstieg nationaler Internetkontrollen und Sicherheitsbedenken. Mueller identifiziert vier Konflikt- und Koordinationsbereiche, die eine globale Politik der Internet-Governance erzeugen: geistiges Eigentum, Cyber-Sicherheit, Inhaltsregulierung und die Kontrolle kritischer Internet-Ressourcen (Domainnamen und IP-Adressen). Er untersucht, wie aktuelle Theorien über vernetzte Governance und Peer-Produktion auf das Internet angewendet werden können, bietet Fallstudien an, die die einzigartigen Governance-Probleme des Internets veranschaulichen, und skizziert die historische Entwicklung globaler Institutionen der Internet-Governance, einschließlich der Bildung eines transnationalen politischen Netzwerks rund um die WSIS. Die Internet-Governance ist zu einer Konfliktquelle in den internationalen Beziehungen geworden. "Netzwerke und Staaten" untersucht die wichtige Rolle, die aufkommende transnationale Institutionen bei der Förderung der globalen Governance der Kommunikations- und Informationspolitik spielen könnten.
Eine Studie hat diese Frage untersucht.