Hintergrund: Fibrose ist ein häufiges Hindernis bei der Heilung muskuloskelettaler Gewebe, das zu schlechten Ergebnissen bei orthopädischen Eingriffen beiträgt und in der orthopädischen Versorgung weitgehend vernachlässigt wird. Zielsetzung: Bewertung der Wirkungen von Losartan auf Fibrose in muskuloskelettalen Geweben sowie Untersuchung der mechanistischen Begründung, präklinischer Ergebnisse, Verabreichungsstrategien und des translationalen Potenzials in der orthopädischen Praxis. Inhaltszusammenfassung: Losartan hemmt die Signalisierung von transforming growth factor beta 1 durch Antagonisierung des Angiotensin-II-Typ-1-Rezeptors, wodurch die Myofibroblasten-Aktivität reduziert, die Ablagerung der extrazellulären Matrix eingeschränkt und regenerative Zellpopulationen in muskuloskelettalen Geweben erhalten bleiben. Präklinische Modelle zeigen histologische und mechanische Verbesserungen bei Modellen von Knorpelverletzungen, Gelenkkapsel-Fibrose, Sehnen-Knochen-Heilung und Skelettmuskelregeneration. Die therapeutische Wirksamkeit wird stark von Zeitpunkten, Verabreichungswegen und dem Mikroenvironment der Verletzung beeinflusst. Biomaterialinnovationen wie Nanofasergerüste und injizierbare Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB)-Hydrogele könnten die Verabreichung verbessern. Weitere Studien, die Ergebnisse nach Alter und Geschlecht differenzieren, sind wünschenswert. Laufende klinische Studien untersuchen Losartan bei Arthrofibrose, Skelettmuskelerkrankungen und vergleichender antifibrotischer Wirksamkeit unter ARBs. Fazit: Losartan bietet eine mechanistisch gezielte, klinisch vertraute antifibrotische Therapie mit großem Potenzial zur Verbesserung chirurgischer und rehabilitativer Ergebnisse in der Orthopädie.
Meza et al. (Thu,) untersuchten diese Fragestellung.
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