Hintergrund/Ziele: Die Darmmikrobiota wird zunehmend als entscheidender Faktor für die menschliche Gesundheit anerkannt und spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel, der Immunität und der Krankheitsanfälligkeit. Dysbiose, oder mikrobielles Ungleichgewicht, wird mit gastrointestinalen Störungen wie dem Reizdarmsyndrom (IBS), entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) und Clostridioides-difficile-Infektionen (CDI) sowie mit extraintestinalen Erkrankungen, einschließlich Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neuropsychiatrischen Störungen, in Verbindung gebracht. Diese Überprüfung zielt darauf ab, einen aktualisierten Überblick über neue therapeutische Strategien zur Modulation der Darmmikrobiota zu geben, um Eubiose wiederherzustellen und die Gesundheitsergebnisse zu verbessern. Methoden: Es wurde eine narrative Übersicht über die aktuelle Literatur durchgeführt, wobei der Schwerpunkt auf präklinischen und klinischen Studien zu mikrobzielfokussierten Therapien lag. Die Übersicht behandelt primär innovative Interventionsansätze, einschließlich der Übertragung der fäkalen Mikrobiota (FMT), der Übertragung bakterieller Konsortien (BCT), der Phagentherapie und der äußeren Membransvesikel (OMVs). Ergebnisse: Es gibt Hinweise, die die Rolle von Probiotika, Präbiotika und Synbiotika bei der Umgestaltung mikrobieller Gemeinschaften und der Verbesserung der Gesundheit des Wirts unterstützen, obwohl ihre Effekte stammspezifisch und kontextabhängig sein können. FMT hat eine hohe Wirksamkeit bei der Behandlung von wiederkehrenden Clostridium-difficile-Infektionen gezeigt und wird für IBD, IBS und extraintestinale Krankheiten untersucht, nach der kürzlichen Genehmigung der ersten kommerziellen FMT-Produkte durch die Food and Drug Administration. BCT bietet eine standardisierte Alternative zu Spenderab materialien, mit frühen klinischen Erfolgen wie dem von der FDA genehmigten SER-109. Phagentherapie und OMVs stellen vielversprechende Grenzen dar, die gezielte mikrobiologische Modulation und Wechselwirkungen mit dem Immunsystem bieten, obwohl klinische Daten begrenzt sind. Fazit: Aufkommende Strategien zur Modulation der Darmmikrobiota bieten neue Perspektiven für die Präzisionsmedizin und könnten die Prävention und Behandlung vieler Krankheiten transformieren, aber weitere Studien sind erforderlich, um ihre Sicherheit, Standardisierung und klinische Anwendung zu gewährleisten.
Cosimato et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.
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