Eine bilaterale posteriorer Schulterfraktur-Dislokation ist selten und wird häufig übersehen, insbesondere nach niedrig energetischem Trauma. Eine verspätete Diagnose kann zu schlechteren Ergebnissen und invasiveren Behandlungen führen. Ein 60-jähriger zuvor gesunder Mann stellte sich nach einem Sturz aus Standhöhe mit bilateralen Schulterschmerzen, eingeschränkter Bewegung und Unfähigkeit zur externen Rotation vor. Erste anteroposteriorer Röntgenaufnahmen weckten den Verdacht auf eine hintere Dislokation; die Computertomographie bestätigte eine bilaterale posteriorer Glenohumeral-Dislokation mit comminuten proximalen Humerusfrakturen und reversen Hill-Sachs-Läsionen. Drei-dimensionale (3D) Rekonstruktionen und patientenspezifische 3D-gedruckte Modelle wurden verwendet, um die Fraktur Morphologie besser zu umreißen, Reduktionsstrategien zu üben und die gelenkserhaltende offene Reduktion und interne Fixation anstelle einer Arthroplastik zu unterstützen. Die gesamte kombinierte Operationszeit für beide Schultern betrug 182 Minuten. Bei der 12-Monats-Nachuntersuchung war der Patient schmerzfrei mit symmetrischer Vorneigung von 130°, und die Constant-Murley-Werte betrugen 78 (rechts) und 81 (links), ohne frühe Komplikationen. Dieser Fall hebt die diagnostische Herausforderung einer bilateralen posteriorer Schulterfraktur-Dislokation nach niedrig energetischem Trauma hervor. Fortschrittliche Bildgebung und patientenspezifische anatomische Modellierung können als nützliche Hilfsmittel zur Unterstützung der Diagnose und chirurgischen Planung in ausgewählten komplexen Fällen dienen. Dieser Ansatz erfordert weitere Untersuchungen in größeren Studien.
Al-Smadi et al. (Mittw,) untersuchten diese Frage.
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