Diese Studie untersucht die Unterschiede in den sozialen Statusnormen im Klassenzimmer, indem Profile auf der Grundlage aggressiver und prosoczialer Popularitätsnormen, Sympathienormen und Ablehnungsnormen identifiziert werden. Es werden die Unterschiede zwischen den Profilen in Bezug auf Mobbing, Victimisierung, Mobbingverstärkung, Verteidigung und soziale Ziele der Schüler auf Klassenebene analysiert. Eine latente Profilanalyse von 328 Klassen mit insgesamt 6.395 Schülern (M Durchschnittsalter = 13,43, SD Durchschnittsalter = 0,64) offenbarte fünf Profile: Prosocial, Niedrige Normen, Gemischte Popularität, Aggression-Fördernd und Aggression-Tolerant. Das Profil der Niedrigen Normen zeigte die niedrigsten Mobbing- und Victimisierungsraten, während das Profil Aggression-Fördernd etwas höhere Ziele in Bezug auf Mobbing und Popularität aufwies. Das Prosocial-Profil tendenziell höhere Verteidigung und eine niedrigere Mobbingverstärkung. Es wurden keine Unterschiede in Bezug auf Sympathiezielsetzungen auf Klassenebene festgestellt. Insgesamt spiegelten die Profile feine, aber bedeutsame Variationen in den sozialen Statusnormen im Klassenzimmer wider. Die Ergebnisse haben praktische Implikationen für die Gestaltung gezielter, klassenbasierter Interventionen, die das gesamte Spektrum der sozialen Statusnormen ansprechen und prosociales Verhalten als einen wertvollen Weg zu sozialer Akzeptanz und Anerkennung fördern.
Košir et al. (2026) haben diese Frage untersucht.
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