Zusammenfassung: Oft als politischer oder industrieller Roman gelesen, erscheint George Eliots Felix Holt (1866) als ein eigenwilliger historischer Roman, wenn die Einbeziehung des Energiediskurses betrachtet wird. Der Roman verdeutlicht, wie die Expansion der industriellen Entwicklung vermittelt, was Georg Lukács als die "Massen Erfahrung der Geschichte" (25) bezeichnet, während sie mit einer bestimmten Form von Energie zusammenfällt: fossile Brennstoffe. Trotz der Tatsache, dass Energie 1866 als ein Masterkonzept in Bezug auf Produktivität und Berechenbarkeit fungiert, stoßen die Leser im Roman auf unterschiedliche Konnotationen des Energiediskurses des 19. Jahrhunderts, verstanden über verbleibende moralische, spirituelle und dominante thermodynamische Register. Damit erinnert der fast historische Rahmen der Handlung in den 1830er Jahren die Leser daran, dass ein thermodynamisches und fossiles kapitalistisches Verständnis von Energie aus einer viel reicheren Geschichte moralischer, politischer und philosophischer Diskurse stammt. Mit anderen Worten, für Eliot können die figürlichen und literarischen Dimensionen der Energie nicht vollständig beiseite geschoben werden. Die figürlichen Dimensionen des Energiekonzepts erscheinen in verschiedenen Beziehungen zu Charakteren – von Felix Holt über Harold Transome bis Esther Lyon – und zu den unkontrollierbaren Massen während der berüchtigten Ausschreitungen. Letztendlich fordert in der Teilung zwischen den 1830er und 1860er Jahren eine Aufmerksamkeit für die unterschiedlichen Einsätze des Energiediskurses in Felix Holt ein Gefühl der Unausweichlichkeit heraus, das mit dem Aufstieg des fossilen Kapitalismus verbunden ist. Eliots Roman meditiert nicht nur über das Verhältnis zwischen romanhaften Protagonisten und den Massen, sondern impliziert auch, dass die Hegemonie einer fossilen Wirtschaft historisch kontingent war.
Corbin Hiday (Samstag) hat diese Frage untersucht.
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