Einleitung Die Smartphone-Sucht bedroht die akademische Leistung von Universitätsstudenten. Es mangelt an zusammengefasster Literatur über ihre Prävalenz und Korrelate in dieser Bevölkerungsgruppe. Diese Scoping-Übersicht fasste die Literatur zur Prävalenz, zu Korrelaten, Prädiktoren, demografischen Unterschieden und Auswirkungen der Smartphone-Sucht in dieser Population zusammen. Methoden Nach dem Arksey- und O’Malley-Rahmenwerk (2005) wurde eine umfassende Suche in mehreren Datenbanken (PubMed, Web of Science, Scopus, JSTOR, Central, Dimensions AI und PsycINFO) sowie Google Scholar durchgeführt. Die Suchstrategie umfasste Artikel in englischer Sprache, die von 2005 bis Mai 2024 veröffentlicht wurden. Die Studienauswahl, Datenerhebung und Synthese wurden von einem Autorenteam mit Beratung von Experten und einer wissenschaftlichen Bibliothekarin in verschiedenen Phasen des Reviews durchgeführt. Ergebnisse Die initiale Suche ergab 2036 Datensätze, von denen schließlich 44 Studien in die Übersicht aufgenommen wurden. Die Prävalenz der Smartphone-Sucht unter Universitätsstudenten lag weltweit zwischen 11 % und 85 %. Zu den Korrelaten der Sucht gehörten psychische Gesundheitsprobleme, akademische Leistung, soziale Faktoren, Lebensgewohnheiten und demografische Variablen. Prädiktoren der Smartphone-Sucht umfassten sozioökonomische Faktoren, psychologische Zustände, Nutzungsmuster und demografische Merkmale. Demografische Unterschiede zeigten, dass Frauen eine höhere Prävalenz und andere Suchtmuster als Männer aufwiesen. Die Auswirkungen der Smartphone-Sucht waren schlechte Schlafmuster, körperliche Gesundheit und psychisches Wohlbefinden. Schlussfolgerung Die Smartphone-Sucht unter Universitätsstudenten war hoch verbreitet und stark mit negativen psychischen, akademischen und körperlichen Gesundheitsergebnissen verknüpft. Universitäten sollten Programme zur digitalen Kompetenz und psychischen Gesundheit implementieren, um einen ausgewogenen Smartphone-Gebrauch zu fördern. Weitere Forschung sollte geschlechtsspezifische Interventionen und Verhaltensänderungsstrategien zur Minderung von Sucht-Risiken untersuchen.
Miezah et al. (Thu,) untersuchten diese Fragestellung.