Dieses Papier entwickelt das Konzept der Wirtschaft der Zugehörigkeit, ein analytisches Rahmenwerk, das von der breiteren Philosophie der Zugehörigkeit abgeleitet ist. Das zentrale Argument ist, dass wirtschaftliche Systeme nicht nur als Mechanismen zur Allokation von Ressourcen oder zur Maximierung der Effizienz verstanden werden sollten. Vielmehr müssen sie als institutionelle Strukturen interpretiert werden, die soziale Zugehörigkeit innerhalb produktiver und distributiver Prozesse organisieren. Das Papier untersucht zunächst die historische Feedback-Beziehung zwischen Philosophie und Wirtschaft. Ökonomisches Denken entstand ursprünglich aus philosophischen Überlegungen zu moralischem Verhalten und sozialer Zusammenarbeit, insbesondere in den Arbeiten von Adam Smith. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Wirtschaftswissenschaft zu einer hoch formalisierten Disziplin, die sich auf Wachstum, makroökonomische Stabilität, Einkommensverteilung und Entwicklung von Fähigkeiten konzentriert. Während diese Ziele wesentlich bleiben, erklären sie nicht vollständig die tieferliegenden institutionellen Bedingungen, die soziale Kooperation aufrechterhalten. Die Wirtschaft der Zugehörigkeit führt Zugehörigkeit als das integrierende Ziel der wirtschaftlichen Organisation ein. Wirtschaftswachstum, makroökonomische Stabilität, Einkommensverteilung und die Entwicklung von Fähigkeiten werden als Zwischenziele interpretiert, die zum Aufbau stabiler Systeme der Zugehörigkeit beitragen. Wenn die Zugehörigkeit schwächer wird, wird wirtschaftliche Kooperation anfällig, und Gesellschaften können Instabilität, Ausschluss und institutionellen Zusammenbruch erleben. Das Papier situieren die Wirtschaft innerhalb eines breiteren ontologischen Rahmens, der in der Philosophie der Zugehörigkeit entwickelt wurde, die soziale Realität als geschichtet über materielle, biologische und institutionelle Ebenen interpretiert. Innerhalb dieses Rahmens agiert die Wirtschaft hauptsächlich auf institutioneller Ebene, wo Märkte, Normen und Organisationen soziale Kooperation koordinieren. Durch die Integration von Erkenntnissen aus der klassischen politischen Ökonomie, der neoklassischen Wirtschaftslehre, der institutionellen Wirtschaftslehre, der Entwicklungsökonomie und der Fähigkeitstheorie schlägt die Wirtschaft der Zugehörigkeit einen breiteren Rahmen zum Verständnis der wirtschaftlichen Leistung vor. Die zentrale Schlussfolgerung ist, dass die langfristige wirtschaftliche Entwicklung nicht nur von Effizienz und Wachstum abhängt, sondern auch von der institutionellen Fähigkeit von Gesellschaften, nachhaltige Strukturen der Zugehörigkeit zu schaffen, die es Einzelpersonen und Unternehmen ermöglichen, produktiv am wirtschaftlichen Leben teilzunehmen.
Carlos Federico Obregon Diaz (Sun,) hat diese Frage untersucht.