Dieses Arbeitspapier analysiert den Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran 2026 als eine Form des Schwellenwettbewerbs, anstatt als Wettstreit um einen entscheidenden militärischen Sieg. Es führt das Konzept der Verlust der Kontrolle Schwelle (LoCT) ein, um zu erklären, wie Akteure die Fähigkeit verlieren, die Eskalation unter kumulativem systemischem Druck in miteinander verbundenen militärischen, politischen, wirtschaftlichen und informatorischen Systemen zu regulieren. Das Papier identifiziert drei unterschiedliche Wege zum Verlust der Kontrolle. Die Vereinigten Staaten sehen sich mit einer fiskal-strategischen Überdehnung konfrontiert, die durch die Belastung entsteht, ein global verteiltes Betriebssystem aufrechtzuerhalten. Israel steht vor einer Eskalationsverringerung, bei der die Aufrechterhaltung der Abschreckung eine fortgesetzte Eskalation erfordert, was die strategische Flexibilität verringert. Der Iran operiert in einem Legitimitäts-Rache-Zyklus, in dem die Notwendigkeit, auf externe Angriffe zu reagieren, die Eskalationsdynamik verstärkt. Trotz dieser Unterschiede konvergieren alle drei Akteure auf einen gemeinsamen strukturellen Zustand: Anfälligkeit für nichtlineare Eskalation, die durch kumulativen systemischen Druck verursacht wird. Das Papier argumentiert, dass die Schlüsselvariable im zeitgenössischen Konflikt nicht die Überlegenheit auf dem Schlachtfeld ist, sondern die Fähigkeit, das Überschreiten akteurspezifischer Schwellen der Unkontrollierbarkeit zu verzögern. Diese Studie trägt zu den aufkommenden Debatten über systemische Kriegsführung, Eskalationsdynamik und Kostenauferlegungsstrategien in vernetzten Konfliktumgebungen bei. Sie schlägt vor, dass im modernen Krieg strategischer Erfolg nicht durch den definiert wird, der zuerst gewinnt, sondern durch den, der letztendlich die Kontrolle verliert.
Shaoyuan Wu (Do.) hat diese Frage untersucht.