Zusammenfassung: Dieser Aufsatz argumentiert, dass das zeitgenössische feministische politische Vorstellungsvermögen durch die Dominanz des „New Yorker Kreises“ in Erzählungen des radikalen Feminismus der späten 1960er und frühen 70er Jahre eingeschränkt wird. Dieser Fokus hat andere feministische Gruppen marginalisiert und eine „Fortschrittsnarration“ verstärkt, die den gesamten frühen radikalen Feminismus als unrettbar weiß, anti-lesbisch und anti-trans abtut. In Reaktion darauf rekonstruiert der Aufsatz die Chicago Women’s Liberation Union (CWLU) als ein Modell intersektionalen, basisdemokratischen feministischen Aktivismus. Durch Archivanalysen rekonstruiert er die politische Theorie und Praktiken der CWLU, um ein alternatives feministisches Erbe anzubieten – eines, das besser geeignet ist, um über den Staat hinaus zu organisieren und die heutigen politischen Gegenreaktionen zu überstehen.
Michaele L. Ferguson (Do,) hat diese Frage untersucht.