Dieser Artikel untersucht die schützende Selbstauslöschung im romantischen Großbritannien und verwendet Frances Burney (1752–1840) als Fallstudie dafür, wie öffentliche Figuren versuchten, ihren nach dem Tod zu verwaltenden Ruf zu steuern. Mit einer sich ausweitenden Promikulturen und Veränderungen in der Drucköffentlichkeit, die die Bedenken über das Nachleben persönlicher Dokumente verstärkten, konzentrierten sich Figuren wie Burney zunehmend darauf, Materialien zu beseitigen, die sie privat halten wollten. Durch die Analyse von Burneys akribischer Bearbeitung und selektiven Zerstörung ihres persönlichen Archivs argumentiere ich, dass Selbstauslöschung in diesem Zeitraum kein Akt der Repression war, sondern vielmehr ein strategischer Versuch, mit nachträglicher Exposition umzugehen. Weit entfernt von einem Akt der Unterwerfung oder weiblichen Zurückhaltung repräsentierten Burneys Praktiken einen proaktiven Versuch, öffentliche Sichtbarkeit mit Privatsphäre in Einklang zu bringen – besonders entscheidend für Frauen, die die widersprüchlichen Anforderungen der romantischen Promikulturen bewältigten. Dieser Artikel kompliziert die vorherrschenden Ansichten über das Löschen als primär staatlich motivierte Unterdrückung, indem er es als situierte Praxis biographischer Widerstandsfähigkeit in den Vordergrund stellt. Schließlich betrachte ich, wie diese historischen Praktiken mit zeitgenössischen Debatten über Archivmacht und die Politik des Vergessens im digitalen Zeitalter resonieren.
Chris Haffenden (Di,) untersuchte diese Frage.