Hintergrund Die ulzerative Kolitis (UC) ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, die bei fast der Hälfte der Patienten von extraintestinalen Manifestationen begleitet wird. Obwohl die pulmonale Beteiligung traditionell als selten angesehen wird, mit einer berichteten Prävalenz von weniger als 1 %, deuten aktuelle Studien darauf hin, dass subklinische Atemweg abnormalities in 40–60 % der Fälle auftreten können. Die tracheobronchiale Stenose ist eine ungewöhnliche, aber klinisch signifikante extraintestinale Manifestation, die erhebliche diagnostische und therapeutische Herausforderungen mit sich bringt. Fallserie Dieser Bericht präsentiert drei weibliche Patienten mit UC, die eine signifikante bronchiale Stenose entwickelten, die überwiegend den linken Hauptbronchus betraf. Auffällig war eine temporale Dissoziation zwischen der intestinalen und respiratorischen Krankheitsaktivität; in zwei Fällen traten die Atemwegssymptome Jahre nach der ursprünglichen UC-Diagnose auf, und in einem Fall traten die Symptome nach einer totalen Kolektomie während der Remission der intestinalen Erkrankung auf. Die histopathologische Untersuchung ergab konsistent chronische lymphoplasmatische Infiltrate und Mukosödem. Management Die therapeutischen Antworten variierten erheblich und reichten von aktiver Entzündung bis zu irreversibler fibrotischer Umgestaltung. Eine Patientin, die auf systemische Kortikosteroide nicht ansprach, benötigte eine starre Bronchoskopie mit Ballondilatation zur Wiederherstellung der Atemwegsdurchgängigkeit. Eine andere Patientin zeigte während eines UC-Schubs mit hochdosierten Kortikosteroiden eine rasche Verbesserung, während die dritte Patientin eine partielle Verbesserung mit persistierender narbiger Stenose zeigte. Fazit Eine frühzeitige Identifizierung der tracheobronchialen Beteiligung bei UC ist wichtig, um irreversible pulmonale Schäden zu verhindern. Angesichts der Seltenheit dieser Manifestation und der Abwesenheit standardisierter Behandlungsprotokolle ist ein multidisziplinäres Management erforderlich, das medizinische Therapie und interventionelle Bronchoskopie integriert, um die Patientenversorgung zu individualisieren.
Zanini et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.
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