Der vorliegende Artikel befasst sich mit "Der rote Prophet" von Julie Pagis, einer sozialhistorischen Untersuchung über eine maoistische Gruppe nach 1968, und zeigt, wie die sektiererische Abdrift dieser Gruppe mit einer Privatisierung des Politischen einhergeht, mehr als mit einer Politisation des Alltags, wie sie vom Führer neu interpretiertes Marxismus-Leninismus vorschlägt. Er weist darauf hin, wie das totale Engagement Erschöpfung, Dominanz und Geschlechtergewalt hervorbringt und die Spannungen zwischen revolutionären Idealen, täglichen Praktiken und internen Machtverhältnissen offenbart.
Fanny Gallot (Sun,) hat diese Frage untersucht.