Zusammenfassung Wie beeinflussen unsere emotionalen Reaktionen auf ein Ereignis unsere Fähigkeit, anderen zu helfen, sich besser zu fühlen? Bei der interpersonellen Emotionsregulation versuchen Regulierer, den Zielpersonen zu helfen, sich besser zu fühlen, aber sie sind dabei nicht immer erfolgreich. Da unangenehme Emotionen bei Regulierern es ihnen erschweren können, sich anzustrengen, erwarteten wir, dass die interpersonelle Emotionsregulation weniger erfolgreich ist, wenn Regulierer intensivere negative Reaktionen haben. Wir testeten unsere Hypothese in einer korrelationalen Studie mit Fremden (n Dyaden = 64) und einer experimentellen Studie mit Partnern in engeren Beziehungen (n Dyaden = 110). In diesen Studien bewerteten Regulierer ihre emotionalen Reaktionen auf Stimuli, die Emotionen bei den Zielpersonen auslösten, und versuchten, die Emotionen der Zielpersonen zu regulieren. In beiden Studien waren die Regulierer, als sie intensivere emotionale Reaktionen hatten, weniger erfolgreich darin, den Zielpersonen zu helfen, sich besser zu fühlen. Außerdem verwendeten sie, als sie intensivere emotionale Reaktionen hatten, weniger Strategien, um das Gefühl der Zielpersonen zu verbessern, was darauf hindeutet, dass sie möglicherweise weniger Anstrengung aufgebracht haben. Daher sollten Regulierer, wenn sie stärker auf ein Ereignis reagieren, das eine andere Person aufwühlt, vielleicht zunächst ihre eigenen Emotionen kontrollieren und dann in die interpersonelle Emotionsregulation einsteigen.
Yaari et al. (Mi,) untersuchten diese Frage.
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