Abstract Diese Studie stützt sich auf experimentelle und reverse-engineering Ansätze und situierte die algorithmische Governance im weiteren Kontext der digitalen Gesellschaft. Sie reflektiert die Ergebnisse eines Experiments, bei dem mehrere virtuelle Konten erstellt wurden, die in langfristige, realistische Interaktionen mit digitalen Plattformen engagierten, um die politisierte „Black Box“ der Algorithmen zu durchdringen. Es wird untersucht, wie algorithmische Governance die Heterogenität des Informationszugangs unter den Nutzern prägt. Empirische Ergebnisse zeigen, dass in der digitalen Ära die algorithmische Governance hochkomplex, raffiniert und verborgen geworden ist. Auf der Ebene des Informationsthemas erhöhen Algorithmen die Exposition der Nutzer gegenüber vielfältigen thematischen Inhalten. Auf der Ebene der Informationssemantik verstärken Algorithmen jedoch den Filterblasen-Effekt, was zu einer Verengung und Einkapselung der Informationsströme führt. Diese Studie zeigt, wie verschiedene Individuen von Algorithmen innerhalb relativ begrenzter Positionen in semantischen Vektorräumen positioniert werden und Informationen erhalten, die auf spezifische semantische Dimensionen beschränkt sind.
Liu et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.