Die lumbale Kanalkompression (LCS) ist eine häufige degenerative Wirbelsäulenerkrankung, die zu einer Verengung des Spinalkanals führt, was zu Kreuzschmerzen, radikulären Symptomen, neurogener Claudicatio, eingeschränkter Gehfähigkeit und verringertem Lebensqualität führt. Diese systematische Übersicht zielte darauf ab, die klinischen Ergebnisse von nicht-chirurgischen und chirurgischen Behandlungsmethoden bei Patienten mit LCS zu vergleichen. Eine umfassende Literatursuche wurde in PubMed, Scopus, Web of Science, Cochrane Library und Google Scholar für Studien durchgeführt, die zwischen 2005 und 2026 veröffentlicht wurden. Nach den PRISMA 2020-Richtlinien erfüllten 22 Studien die Einschlusskriterien, darunter randomisierte kontrollierte Studien, Kohortenstudien, retrospektive Studien und sekundäre Analysen. Elf Studien bewerteten nicht-chirurgische Interventionen, einschließlich Physiotherapie, Bewegungstherapie, manuelle Therapie, multimodale Rehabilitation und Akupunktur, während 11 Studien chirurgische Interventionen untersuchten, einschließlich Dekompressionsoperation, endoskopische Dekompression, Fusionverfahren und interspinöse Vorrichtungen. Unter den 22 einbezogenen Studien berichteten 19 über klinische Ergebnisse, von denen 16 signifikante Verbesserungen bei Schmerzen, Behinderung, Gehfähigkeit und funktionalem Status zeigten. Sieben nicht-chirurgische Studien berichteten über Schmerzlindern und Behinderung mit verbesserter Gehleistung nach Physiotherapie, Bewegung, manueller Therapie, multimodaler Rehabilitation oder Akupunktur. Acht chirurgische Studien zeigten klinisch relevante Verbesserungen bei Schmerzlindern, funktionalem Status und Gehfähigkeit, wobei vergleichende Studien konsequent chirurgische Behandlungen gegenüber konservativen Maßnahmen für kurz- und langfristige Ergebnisse bevorzugten. Nicht-chirurgische Interventionen waren effektiv bei der Reduzierung von Symptomen und der Verbesserung der Lebensqualität, insbesondere bei Patienten mit leichtem bis mäßigem Schweregrad der Erkrankung. Allerdings führte die chirurgische Dekompression in der Regel zu größeren und dauerhafteren Verbesserungen bei Schmerzlindern, funktioneller Genesung und Gehfähigkeit, insbesondere bei Patienten mit persistierender neurogener Claudicatio oder unzureichender Reaktion auf konservative Behandlungen. Die endoskopische Dekompression bot zusätzliche Vorteile wie reduzierten Blutverlust und schnellere postoperative Genesung, während die Fusionsoperation keinen signifikanten Vorteil gegenüber der Dekompression allein zeigte. Insgesamt deutet die Evidenz darauf hin, dass beide Behandlungsmodalitäten eine wichtige Rolle im Management von LCS spielen, wobei die Behandlungswahl von der Schwere der Symptome, der funktionellen Beeinträchtigung, den Patientenerwartungen und der klinischen Präsentation abhängt. Mehrere Studien berichteten über größere und nachhaltigere Verbesserungen nach chirurgischen Eingriffen; jedoch schränkt die erhebliche Heterogenität der einbezogenen Studien definitive Schlussfolgerungen zur vergleichenden Wirksamkeit ein. Die konservative Behandlung bleibt eine wichtige First-Line-Behandlungsoption, während chirurgische Eingriffe für entsprechend ausgewählte Patienten von Nutzen sein können.
Patrekar et al. (Do,) untersuchten diese Frage.