Die zeitgenössische nachhaltige Entwicklung wird von geopolitischem Wettbewerb, geoekonomischer Fragmentierung und wachsender strategischer Unsicherheit beeinflusst. Diese Entwicklungen stellen konventionelle Annahmen in Frage, auf denen die Governance der Nachhaltigkeit basiert, und werfen Fragen zur Beziehung zwischen nachhaltiger Entwicklung, wirtschaftlicher Sicherheit und strategischer Autonomie auf. Dieser Artikel untersucht, wie geopolitische und geoekonomische Transformationsprozesse die nachhaltige Entwicklung innerhalb der Europäischen Union neu formen und bewertet ihre Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung des europäischen Entwicklungsmodells. Die Analyse basiert auf einer qualitativen Analyse von Politiken und Dokumenten in wichtigen strategischen Rahmenwerken der EU, legislativen Instrumenten, Nachhaltigkeitsberichten und der akademischen Literatur. Besonderes Augenmerk gilt dem Europäischen Grünen Deal, der Europäischen Strategie für wirtschaftliche Sicherheit und dem Nachhaltigkeitsbericht Europa 2026. Nachhaltige Entwicklung hängt nun nicht nur von ökologischen und sozialen Ergebnissen ab, sondern auch von Resilienz, sicherem Zugang zu Schlüsselressourcen und Technologien sowie der Fähigkeit, sich an externe Störungen anzupassen. Wirtschaftliche Sicherheit und strategische Autonomie treten nicht als konkurrierende Prioritäten auf, sondern als Bedingungen, die die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen ermöglichen. Dieser Artikel argumentiert, dass die Governance der Nachhaltigkeit in der Europäischen Union einen Prozess der Geopolitikalisierung durchläuft, in dem Umwelt-, Wirtschafts- und strategische Überlegungen nun eng miteinander verflochten sind. Sein Hauptbeitrag besteht in der Schaffung eines Rahmens nachhaltiger strategischer Resilienz, der diese Wechselwirkungen als sich gegenseitig verstärkende Dimensionen der zeitgenössischen Governance der EU konzipiert.
Tomáš Peráček (Sat,) hat diese Frage untersucht.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: