Musik zu kreieren ist ein wichtiger Bestandteil des schulischen Musikunterrichts, der jedoch häufig durch bestehende Vorstellungen von Schüler:innen zur Praxis des Komponierens beeinflusst wird. Digitale Technologien, insbesondere Virtual Reality, eröffnen neue Zugänge zum Musik Komponieren, bewegen sich in der Wahrnehmung der Nutzenden jedoch häufig ambivalent zwischen Kategorien wie ‹Tool› und ‹Game›. Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Frage, wie Kinder und Jugendliche das Musik Kreieren in VR erleben und welches Rollenerleben ihnen hierbei im Hinblick auf diese Klassifizierungen eröffnet wird. Anhand von zwei Fallstudien wird dargestellt, dass die Teilnehmer:innen ähnliche kreative Erfahrungen beschreiben, doch ihre eingenommene Rolle stark kontrastierend interpretieren. Darüber hinaus zeigt sich der besondere Stellenwert des performativen Moments in der Praxis des Komponierens in VR.
Phillip Feneberg (Sat,) studied this question.