Diese Buchrezension untersucht „Decolonizing Indigenous Histories: Exploring Prehistoric/Colonial Transitions in Archaeology“, einen von Maxine Oland, Siobhan M. Hart und Liam Frink herausgegebenen Sammelband. Die Rezension betont die Herausforderung des Buches an das konventionelle Verständnis der Kolonisierung als ausschließlich ein europäisches Phänomen nach 1492. Hervorgehoben wird der Ansatz der Herausgeberinnen und Herausgeber sowie der Beiträger, Kolonisierung als einen langanhaltenden Prozess von Übergang und Invasion zu analysieren, der Völkern der Vierten Welt global schon lange vor der Moderne begegnete. Der Sammelband verwendet eine multikulturelle und geografische Perspektive mit Fallstudien aus Nordamerika, Afrika, Australien sowie Mittel- und Südamerika. Autoren wie Enrique Rodriquez-Alegria und Alistar Paterson untersuchen, wie indigene Gesellschaften vielfältige Strategien entwickelten, um mit externen Eindringlingen umzugehen, wobei Beispiele aus der Méxica-(Azteken-)Kolonisierung und Interpretationen von Felskunst herangezogen werden. Die Rezension lobt das Buch für seinen Fokus auf das Ausmaß sozialen Erinnerns, praktizierter Traditionen und Gemeinschaften, wodurch kolonialzentrierte Erzählungen überwunden werden. Es wird angemerkt, dass das Verstehen der prä-europäischen Einfälle und des kontinuierlichen Invasionsprozesses eine präzisere Erklärung für zeitgenössische indigene Reaktionen und Zustände bieten kann. Abschließend würdigt die Rezension die Bemühungen der Sozialwissenschaftler, einen Dialog zu eröffnen, an dem indigene Völker der Vierten Welt nun teilnehmen sollten.
Bertha Miller (Mi,) hat diese Fragestellung untersucht.
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