In den letzten Jahren ist die Zahl der Erwachsenen, bei denen eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diagnostiziert wurde, weltweit signifikant gestiegen, auch in Estland. Im Jahr 2024 wurde eine Studie durchgeführt, die sich auf die Lernerfahrungen von Erwachsenen konzentrierte, die im Erwachsenenalter mit ADHS diagnostiziert wurden. Die Studie umfasste insgesamt 10 Erwachsene im Alter von 23 bis 49 Jahren, die bereits Erfahrung im Hochschulsystem hatten. Ziel der Studie war es, die Lernerfahrungen und Wahrnehmungen von Personen, bei denen im Erwachsenenalter ADHS diagnostiziert wurde, zu erforschen, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit akademischen Aktivitäten. Es wurde eine qualitative Forschungsmethode verwendet, und die Daten wurden durch narrative Interviews gesammelt. Die Teilnehmer berichteten von Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Exekutivfunktion, Lernherausforderungen und psychischer Gesundheit. Obwohl sie gelegentlich Unterstützung von Bildungseinrichtungen und externen Quellen erhielten, mussten sie größtenteils auf selbst entwickelte Strategien und persönliche Resilienz zurückgreifen. Die Ergebnisse unterstrichen, dass emotionale und soziale Unterstützung, die Einbindung von Unterstützungsnetzwerken und Anpassungen im Lernumfeld entscheidend sind, um Lernende mit ADHS zu unterstützen. Die Ergebnisse bieten Einblicke, wie Schüler mit ähnlichen Bedürfnissen im Bildungssystem besser unterstützt werden können.
Lilleoja et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.