Rechenschaftspflicht stellt eine der umstrittensten, aber wesentlichen Dimensionen der Legitimität im gemeinnützigen Sektor dar. Im Gegensatz zu privaten Unternehmen und staatlichen Stellen agieren Non-Profit-Organisationen in einem Umfeld, das durch zahlreiche Interessengruppen, diffuse Erwartungen und eine erhöhte Verwundbarkeit gegenüber Reputationsrisiken gekennzeichnet ist. Dieser Artikel untersucht Rechenschaftspflicht nicht nur als ein instrumentelles Mechanismus zur Einhaltung von Vorschriften, sondern auch als eine intrinsische ethische Verpflichtung. Anhand von Theorien der Governance und öffentlichen Verwaltung – einschließlich Prinzipal-Agent, Stewardship, Stakeholder- und Legitimationsperspektiven – zeigt die Analyse, dass Rechenschaftspflicht am besten als dynamische Verhandlung von Macht zwischen Gebern, Regierungen, Begünstigten und Gemeinschaften verstanden wird. Der Artikel behandelt außerdem, wie Vertrauenskrisen und hochkarätige Skandale die Grenzen compliance-basierter Modelle aufgedeckt haben und damit die Notwendigkeit für partizipative und auf Rechte basierende Ansätze, die eine abwärtsgerichtete Rechenschaftspflicht begünstigen, verstärken.
Anna Neya Kazanskaia (Wed,) hat diese Frage untersucht.
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