Zusammenfassung Mango-Schalenabfälle sind eine reichhaltige Quelle bioaktiver Verbindungen mit Potenzial für eine nachhaltige Wertschöpfung. In dieser Studie wurden grobe und feine Mango-Schalenpulver einer ethanolischen und überkritischen CO₂-Extraktion unterzogen. Die resultierenden Extrakte wurden auf phenolischen und flavonoidischen Gehalt, antioxidative Aktivität (DPPH und FRAP) sowie antibakterielle, antiadhesive und antibiofilme Eigenschaften gegen sechs multiresistente lebensmittelbedingte Krankheitserreger evaluiert. Der ethanolische Extrakt aus feinem Mango-Schalenpulver (EMPF) wies den höchsten phenolischen (2488 µg GA eq/mL) und flavonoidischen (1282 µg Rutin eq/mL) Gehalt auf, mit Quercetin (63,75 mg/L) und p-Hydroxybenzoesäure (28,68 mg/L) als Hauptverbindungen, und zeigte eine starke antioxidative Aktivität (RSA = 40 %, FRAP = 0,804). Um Stabilität und Bioaktivität zu erhöhen, wurde EMPF in Calciumalginate (N-EMPF) nanoverkapselt, was eine günstige Partikelgröße (~ 233 nm), Zeta-Potential (+ 23,6 mV) und Verkapselungseffizienz (56 %) ergab. Die Nanoverkapselung verbesserte die antioxidative Aktivität (RSA = 49 %, TFC = 1566 µg Rutin eq/mL) und erhöhte signifikant die antimikrobiellen, antiadhesiven und antibiofilme Effekte, während die Zellzytotoxizität in menschlichen oralen Epithelzellen niedrig blieb (IC₅₀ > 100 µg/mL; Viabilität > 70 %). Diese Ergebnisse zeigen, dass nanoverkapselte ethanolische Mango-Schalenextrakte sichere, multifunktionale und nachhaltige Quellen für antioxidative, antibakterielle und antibiofilme Mittel mit vielversprechendem Potenzial für biotechnologische Anwendungen darstellen.
Ibrahim et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.