Diese Studie untersucht, wie die digitale Transformation die Resilienz der Lieferkette bei chinesischen Unternehmen verbessert, mit einem Fokus auf die zugrunde liegenden Mechanismen und kontextuellen Bedingungen. Basierend auf der Theorie der dynamischen Fähigkeiten konzeptionieren wir die Resilienz der Lieferkette entlang von zwei Dimensionen: proaktive Fähigkeit und reaktive Fähigkeit. Anhand von Daten aus A-Aktien gelisteten Unternehmen zwischen 2007 und 2022 konstruieren wir unternehmensspezifische Resilienzmaße durch Entropiewertung. Die digitale Transformation wird durch Textanalysen von Unternehmensjahresberichten gemessen, ergänzt durch politische Dokumente und akademische Literatur zur Bereicherung des Schlüsselwortwörterbuchs. Die empirischen Ergebnisse, die durch Schätzungen mit instrumentellen Variablen, Heckman-Zwei-Phasen-Modelle und mehrere Robustheitstests validiert wurden, zeigen, dass die digitale Transformation die allgemeine Resilienz der Lieferkette erheblich verbessert, wobei der Effekt auf die reaktive Fähigkeit stärker ausgeprägt ist. Eine weitere Analyse identifiziert drei mediativen Kanäle: verbesserter Informationsaustausch entlang der Lieferkette, gesteigerte Innovationsfähigkeit auf Unternehmensebene und verringerte Exposition gegenüber Umweltschwankungen. Heterogenitätstests zeigen, dass der positive Einfluss der digitalen Transformation bei nichtstaatlichen Unternehmen, High-Tech-Firmen sowie in technologieintensiven oder arbeitsintensiven Branchen ausgeprägter ist. Der Effekt ist auch stärker bei Unternehmen, die unter hoher Umweltsicherheit oder in Regionen mit niedrigeren Marktisierungsgrad agieren. Diese Ergebnisse bieten praktische Hinweise für Manager und politische Entscheidungsträger, die darauf abzielen, Lieferketten durch Digitalisierung zu stärken, insbesondere in einer Ära, die durch wachsende globale Störungen und Herausforderungen der Nachhaltigkeit geprägt ist.
Li et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.
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