Dieses Papier untersucht, wie die Emigration von hochqualifizierten Fachkräften („Brain Drain“) die Produktivität von Unternehmen in Nordmazedonien beeinflusst und ob die Intensität der Beschäftigungspolitik die negativen Auswirkungen mildern kann. Die Studie betrachtet den Brain Drain als eine unternehmensbezogene Einschränkung, die sich durch Qualifikationslücken, höhere Fluktuation und gestörten Transfer von tacitem Wissen auswirkt. Die Methoden schlagen eine panelartige empirische Strategie vor, die Unternehmensleistungsindikatoren mit regionalen Brain-Drain-Maßnahmen und der Intensität der Politik (Schulungs-/Umschulungs- und Jobmatching-Instrumente) verknüpft. Eine moderierte Regressionsspezifikation wird verwendet, um den Migrations-Effekt und die Interaktion mit der Politikintensität zu schätzen, während empfohlene Robustheitsprüfungen feste Effekte der Firmen, Sektorkontrollen und Instrumentalvariablenstrategien für die endogene Migration umfassen. Anhand eines kohärenten illustrativen Datensatzes zur Demonstration der analytischen Pipeline zeigen die Ergebnisse einen negativen Zusammenhang zwischen der Intensität des Brain Drain und der Arbeitsproduktivität und eine teilweise Kompensation, wenn die Politikintensität höher ist. Die Schlussfolgerungen betonen, dass Beschäftigungspolitiken, die auf knappe Fähigkeiten und Mechanismen zur Bindung von Talenten ausgerichtet sind, Produktivitätsverluste in qualifikationsintensiven Sektoren reduzieren können. Das Papier bietet umsetzbare Implikationen für die Humankapitalstrategien der Unternehmen und für Entscheidungsträger, die sich auf Fähigkeitenformation, Effizienz des Matchingprozesses und Anreize zur Bindung von Talenten konzentrieren.
Fatmir M. Xheladini (Di.) hat diese Frage untersucht.