Die Bereitstellung von Schatten ist die effektivste Strategie zur Minderung von Hitze in Städten; dennoch bleibt ihre Verteilung stark ungleich. Anhand hochauflösender Simulationen der Schattenspender von Gebäuden und Bäumen in Fußgängerbereichen, kombiniert mit sozioökonomischen Daten auf Nachbarschaftsebene, bewerten wir die Verfügbarkeit von Schatten in neun klimatisch und geografisch vielfältigen Städten: Amsterdam, Barcelona, Belém, Boston, Hongkong, Mailand, Rio de Janeiro, Stockholm und Sydney. Unsere Ergebnisse zeigen ein konsistentes Muster von räumlicher und sozioökonomischer Ungleichheit: einkommensschwache und periphere Nachbarschaften erhalten tendenziell erheblich weniger Schatten auf Gehwegen, obwohl sie einer höheren Hitzeanfälligkeit ausgesetzt sind. Bemerkenswerterweise besteht die Ungleichheit selbst in Städten mit einer hohen Gesamtfläche an Schatten, wo wohlhabendere Gebiete von einer überproportionalen Fülle profitieren. Durch den Fokus auf öffentliche Fußgängerbereiche, anstatt auf die allgemeine Abdeckung, hebt diese Studie die Wichtigkeit hervor, die Hitzebelastung durch die Brille menschlicher Erfahrungen zu messen. Wir fordern auf Gerechtigkeit ausgerichtete Anpassungsstrategien, die die Bereitstellung von Schatten dort anvisieren, wo sie am dringendsten benötigt wird, insbesondere in unterversorgten und exponierten Gemeinschaften.
Gu et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.