Dieser Artikel nimmt als Ausgangspunkt die Große Präambel des Mao Shi, die die übergreifenden Prinzipien des Shijing umreißt, der frühesten erhaltenen Gedichtanthologie in China, und untersucht, wie die Vorstellung, dass Poesie allegorisch die Gesellschaft darstellt, in späteren poetischen Traditionen übernommen und transformiert wurde. Kapitel 2 verweist sowohl auf den Text der Großen Präambel des Mao Shi als auch auf den Kommentar von Kong Yingda und bestätigt, dass Gedichte, die von den Menschen verfasst wurden, als Spiegel der Güte oder Schlechtigkeit der Politik ihrer Zeit verstanden wurden und dass Poesie als Spiegelbild politischer Bedingungen und breiterer sozialer Trends interpretiert wurde. Kapitel 3 untersucht, wie poetische Begriffe und Motive, die im Shijing vorkommen, in späterer Poesie verwendet wurden. Es wird beispielsweise darauf hingewiesen, dass in Fällen wie „Wölfe und Tiger“ Begriffe oder Motive, die ursprünglich lediglich als Elemente böser Figuren erschienen, in späteren Verwendungen als allegorische Ausdrücke, die diese Figuren direkt repräsentieren, fungierten. Es werden auch Fälle wie „Bambus“ hervorgehoben, in denen dasselbe Motiv allegorisch über verschiedene Epochen hinweg verwendet wird, während es völlig unterschiedliche Zustände oder Bedingungen bezeichnet. Es wird oft angenommen, dass die Sprache des Shijing als Ganzes im Sinne von Allegorie interpretiert werden kann. Statt die allegorische Sprache des Shijing und die späterer Perioden als undifferenzierten Kontinuum zu betrachten, ist es jedoch notwendig, die Eigenschaften und Transformationen einzelner Begriffe präziser zu untersuchen. Dieser Artikel stellt einen Versuch dar, diesen Punkt zu klären.
Haruka Komiyama (Sun,) untersuchte diese Frage.
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