Die c-Statistik, oder die Fläche unter der Receiver Operating Characteristic (ROC)-Kurve, hat in der diagnostischen Testung an Popularität gewonnen, bei der die Testcharakteristika von Sensitivität und Spezifität relevant sind, um kranke von nicht kranken Patienten zu unterscheiden. Die c-Statistik ist jedoch möglicherweise nicht optimal zur Bewertung von Modellen, die zukünftige Risiken vorhersagen oder Personen in Risikokategorien einteilen. In diesem Kontext ist die Kalibrierung ebenso wichtig für die exakte Risikobewertung. Ein Beispiel: Ein Biomarker mit einem Odds Ratio von 3 kann wenig Einfluss auf die c-Statistik haben, doch ein erhöhter Wert könnte das geschätzte 10-Jahres-Kardiovaskulärrisiko für einen einzelnen Patienten von 8 % auf 24 % verschieben, was unter den aktuellen Richtlinien des Adult Treatment Panel III zu unterschiedlichen Behandlungsempfehlungen führen würde. Akzeptierte Risikofaktoren wie Lipide, Bluthochdruck und Rauchen haben individuell nur einen marginalen Einfluss auf die c-Statistik, führen jedoch zu einer genaueren Reklassifizierung großer Patientengruppen in höhere oder niedrigere Risikokategorien. Perfekt kalibrierte Modelle für komplexe Krankheiten können tatsächlich nur Werte für die c-Statistik erzielen, die weit unter dem theoretischen Maximum von 1 liegen. Der Einsatz der c-Statistik zur Modellauswahl könnte somit naiv etablierte Risikofaktoren aus den kardiovaskulären Risikoprognosescores ausschließen. Mit der Entdeckung neuer Risikofaktoren scheint es daher unklug, sich allein auf die c-Statistik zur Bewertung ihrer Nützlichkeit als Risikopredictoren zu verlassen.
Nancy R. Cook (2007) untersuchte diese Frage.
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