Zusammenfassung Einführung Hochwertige klinische Fotografie ist ein entscheidender Bestandteil der Verbrennungsdokumentation. Klare, gut komponierte Bilder ermöglichen eine genaue Beurteilung des Verletzungsschweregrads, der Verfügbarkeit von Spenderstellen, des Heilungsverlaufs und der Aufnahme von Transplantaten. Diese Bilder dienen auch als rechtliche Dokumentation und können von Patienten oder Angehörigen als Teil der Krankenakte angefordert werden. Suboptimale Bilder – verursacht durch schlechte Beleuchtung, ablenkende Hintergründe oder falsche Winkel – können jedoch sowohl die Verletzung als auch die Qualität der erbrachten Versorgung falsch darstellen. Angesichts der Variabilität der Bildqualität innerhalb unserer Einrichtung führten wir eine retrospektive Überprüfung durch und starteten eine Initiative zur Qualitätsverbesserung (QI), die darauf abzielte, die fotografische Dokumentation von Brandverletzten zu standardisieren und zu verbessern. Methoden Eine sechsmonatige retrospektive Überprüfung der Akten von Patienten eines regionalen Verbrennungszentrums wurde durchgeführt. Ausschlusskriterien waren Patienten, die direkt aus dem Operationssaal aufgenommen oder innerhalb von 48 Stunden entlassen wurden. Es wurde ein neunstufiges standardisiertes Bewertungsschema entwickelt, um die Bildqualität zu beurteilen, wobei sowohl Hintergrundstörungen als auch Vordergrundklarheit bewertet wurden. Standards wurden für den Zeitpunkt der Fotografie (Aufnahme, postverbrennungstag 2 und Entlassung) sowie für das Erstellen von zwei elektronischen Verbrennungsverteilungsdiagrammen pro Patient festgelegt. Nach der Erhebung der Basisdaten wurde eine Schulung für das klinische Personal durchgeführt, die sich auf fotografische Technik, Konsistenz und klinische Nutzbarkeit konzentrierte. Anschließend wurde ein strukturierter QI-Prozess implementiert. Ergebnisse Es wurden 79 Patientenakten überprüft. Die Bilder erreichten durchschnittlich 4,0/9 bei der Hintergrundqualität und 4,16/9 bei der Vordergrundqualität. Während 99% der Akten Aufnahmfotografien enthielten, hatten nur 33% Bilder zu allen drei kritischen Zeitpunkten. Zudem fehlte in 53% der Akten ein zweites elektronisches Verbrennungsdiagramm, obwohl durchschnittliche Veränderungen der TBSA von 3,59% zwischen den Diagrammen vorlagen. Diese Ergebnisse deuten auf erhebliche Lücken in der Dokumentation hin, die die klinische Beurteilung und Kontinuität der Versorgung beeinträchtigen könnten. Nach der Intervention zeigen die Daten positive Effekte der Schulung und der Umsetzung standardisierter Protokolle auf Bild- und Dokumentationsqualität. Schlussfolgerungen Die fotografische und diagrammatische Dokumentation in der Verbrennungspflege ist häufig inkonsistent und suboptimal. Eine gezielte Schulungssitzung und eine Strategie zur Leistungsverbesserung können die Qualität, Konsistenz und klinische Nutzbarkeit dieser wichtigen visuellen Aufzeichnungen verbessern. Die Standardisierung der Praktiken verbessert nicht nur die Koordination der Versorgung und Beurteilungsgenauigkeit, sondern erfüllt auch medizinisch-rechtliche und Patientenaktenpflichten. Anwendbarkeit der Forschung in der Praxis Hochwertige Patientenbilder unterstützen klinische Entscheidungen, Kontinuität der Versorgung und genaue Nachverfolgung von Behandlungsergebnissen. Die Integration strukturierter Schulungen in die Arbeitsabläufe des Personals fördert nachhaltige Qualitätsverbesserungen und richtet die Dokumentationspraktiken an modernen Standards in der Verbrennungspflege aus. Finanzierung der Studie Nicht anwendbar.
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Adrienne E DeVault
Akron Children's Hospital
Mary Bruce
Akron Children's Hospital
Marisa Jones
Akron Children's Hospital
Journal of Burn Care & Research
Akron Children's Hospital
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DeVault et al. (Sun,) haben diese Fragestellung untersucht.
synapsesocial.com/papers/69d8968f6c1944d70ce080cd — DOI: https://doi.org/10.1093/jbcr/irag033.502
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