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Seit der ersten Charakterisierung des Corticotropin-Releasing-Faktors (CRF) hat sich eine wachsende Familie von Liganden und Rezeptoren entwickelt. Die Angehörigen der Säugetierfamilie umfassen CRF, UrocortinI (UcnI), UcnII und UcnIII sowie zwei Rezeptoren, CRFR1 und CRFR2, und ein CRF-bindendes Protein. Diese Familienmitglieder unterscheiden sich in ihrer Gewebeverteilung und Pharmakologie. Studien haben Beweise geliefert, die eine wichtige Rolle dieser Familie bei der Regulation der endokrinen und verhaltensbezogenen Reaktionen auf Stress unterstützen. Obwohl CRF anscheinend eine stimulierende Rolle in der Stressreaktivität durch Aktivierung von CRFR1 spielt, könnten spezifische Wirkungen von UcnII und UcnIII auf CRFR2 wichtig für die Dämpfung der Stressempfindlichkeit sein. Als der einzige Ligand mit hoher Affinität zu beiden Rezeptoren könnte die Rolle von UcnI wechselhaft sein. Die Regulierung des relativen Beitrags der beiden CRF-Rezeptoren zu den CRF-Signalwegen im Gehirn könnte entscheidend für die Koordination physiologischer Reaktionen auf Stress sein. Die Entwicklung von Störungen, die mit erhöhter Stressempfindlichkeit und Dysregulation von Stressbewältigungsmechanismen verbunden sind, scheint regulatorische Mechanismen der CRF-Familienmitglieder zu involvieren.
Bale et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.